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PlakatentwurfIch bin's!

Ich bin’s! ist die erste Soloproduktion der Choreographin und Tänzerin Claudia Erhard, ein spannender Bilderbogen, in dessen Verlauf sich die Künstlerin mit Schmerz, Lust, Sehnsucht sowie Träumen und deren Verwirklichung auseinandersetzt – ein sehr persönliches, erzählerisches Tanztheaterstück.

Wir erleben eine junge Frau, gefangen in ihrer sozialen Isolation, vergeblich darum bemüht, auszubrechen, sich zu befreien. Sie flieht in eine romantische Scheinwelt, die ihr sogar für einen Moment die Gelegenheit gibt, ihrem Leben eine andere Richtung zu geben. Dieses Erlebnis und die damit verbundene Hoffnung erweist sich als Schimäre. Sie droht wieder in ihr altes Verhaltensmuster, in bereits überwunden geglaubte Zwänge zurückzufallen. Aber schließlich gelingt es ihr, diese schmerzhafte Erfahrung zu nutzen, sich auf sich selber zu besinnen. Aus ihren Zwängen befreit lernt sie, das Leben mit seinen Höhen, aber auch Tiefen zu akzeptieren.

»Es ist mir in meiner Arbeit schon immer wichtig gewesen, positive Lösungsansätze zu vermitteln. Damit meine ich nicht das klassische Hollywood-Happy-End, welches alle Konflikte in rosarote Wolken auflöst. Aber ich glaube fest daran, daß es wichtig ist, das Leben in seiner ganzen Bandbreite zu akzeptieren, wozu natürlich auch die Auseinandersetzung mit Leid und allen Arten von negativen Erlebnissen gehört. Das Leben ist eine sehr kraftvolle Angelegenheit, voller Überraschungen, und wer seine schönen Seiten auskosten will muß auch bereit sein, die Tiefschläge, die es uns bisweilen verpaßt, einzustecken.« Mit diesen Worten umschreibt die junge Choreographin ihren Arbeitsansatz. Ansonsten liebt sie es nicht, über ihre Arbeit zu reden. »Ich drücke mich lieber in Bewegung aus, das bin ich, da habe ich mehr zu sagen.« Und wer dieses Temperamentbündel auf der Bühne erlebt, Zeuge ihrer ungeheuren physischen Präsenz wird, der versteht, was sie damit meint.

Claudia Erhard läßt sich nicht gerne in Schubladen stecken. Und so versucht sie auch in Ich bin’s! erfolgreich eine Synthese aus verschiedenen Tanzstilen mit denen sie sich im Laufe ihrer Karriere auseinandergesetzt hat, und man merkt, daß sie sich in dieser Vielfalt so richtig zu Hause fühlt. Sie verbindet Tanztheater mit amerikanischem Modern Dance, benutzt Improvisationen ebenso selbstverständlich wie Elemente des Jazz. Auch die Auswahl der von ihr verwandten Musikstücke ist ähnlich breit gefächert: Arbeitete sie bei ihrer letzten Gruppenchoreographie im Rahmen der Theater-am-Ring-Produktion Die Schuldigkeit mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, so spannt sie hier den Bogen von den Einstürzenden Neubauten über Tambours de Bronx zu Billy Joel oder Melissa Etheridge.

Die Uraufführung von Ich bin’s! am 28. Januar 2000 wurde von Presse und Publikum mit Begeisterung aufgenommen:

Ausdrucksstark und einfallsreich - Premierenkritik Südkurier, 31.1.2000

Claudia Erhard gelingt es, in ausdrucksvoller Körpersprache ... zu erzählen. Eine fesselnde Darbietung, die reichen Applaus erntete. - Premierenkritik Schwarzwälder Bote, 1.2.2000

Diese Szenen wurden von Claudia Erhard einfühlsam und gekonnt in Körpersprache, Bewegung und Tanz umgesetzt und zu einer stummen, ausdrucksvollen Geschichte zusammengefasst. ... Sehr passend war der Einsatz der Beleuchtung und der Großdias im Hintergrund. Diese Arbeit Claudia Erhards lässt auf mehr hoffen. - Premierenkritik Südwest Presse, 1.2.2000

Stimmen von Zuschauern:

»Phantastisch! Mein ganzes Leben wurde hier vertanzt. In jedem Moment erkannte ich mich selber.«

»Ich war heute zum zweiten Mal in der Aufführung. Die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen, die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen. Ich mußte es mir einfach noch einmal anschauen.«

Ich bin's!